Von der Nervenklinik zum Zentralkrankenhaus Bremen-Ost
Bremer Psychiatriegeschichte 1945-1977
Bremen 2004, Edition Temmen

Das Klinikum Bremen-Ost kann auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken. Unzählige Lebenswege haben diesen Ort gekreuzt, tausende Bremerinnen und Bremer haben hier gearbeitet, abertausende haben das Krankenhaus als Patientin oder Patient betreten.
Das vorliegende Buch schließt eine Lücke in der Aufarbeitung der Geschichte der institutionalisierten Psychiatrie in Bremen. Gerda Engelbracht zeichnet die Geschichte der Bremer Psychiatrie vom Zusammenbruch 1945 bis hin zu den ersten Anfängen der grundlegenden Psychiatriereform in den 1970er Jahren nach. Ergänzt wird die ausführliche Studie mit zahlreichen Interviewes von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Rezensionen (Auszüge)
"Dass Engelbracht nun in ihrem neuesten Band die Zeit nach 1945 fokussiert, ist besonders verdienstvoll, da die jüngere Psychiatriegeschichte bislang kaum ausführlicher behandlelt wurde. [...]
In ihrer durch zahlreiche Bilder, Archivdokumente, Interviews und eindrucksvolle Kurzbiographien aufgelockerten, sehr gut lesbaren Darstellung gelingt es Engelbracht hervorragend, uns den Mikrokosmos einer Institution und ihrer Akteure nahe zu bringen." (Christina Vanja. In: Zeitschrift für Volksunde, 101. Jg., 2005/I, S. 161f.)

"Vieles für den Bereich der Psychiatrie aufzuzeigen, was einem heute selbstverständlich erscheint, ist der besondere Verdienst dieser Studie, der durch den gewählten Untersuchungszeitraum von 1945 bis 1977 die spannende Gegenüberstellung von 'Vorreformzeit' und 'Nachreformzeit' gelungen ist. (Elke Hauschildt. In: Archiv für Sozialgeschichte online, 2005)

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Elektroschockbehandlung, Zeichnung eines Patienten der Bremer Nervenklinik, 1948
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Schwestern mit einer kleinen Patientin auf der Veranda der Neruochirurgie, 1955 (Fotos: Krankenhaus-Museum)
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Buchcover (Ausschnitt)