Andrea Hauser, Gerda Engelbracht
Vestimentäre Formen der Lüneburger Heide und des Wendlandes – Objekte, Bilder, Texte.

Gerda Engelbracht
Die Objektdatenbank des 'Trachten'-Projekts – Zielsetzung, Struktur und Ergebnisse.

In: Karen Ellwanger, Andrea Hauser, Jochen Meiners (Hg.)
„Trachten“ in der Lüneburger Heide und im Wendland
Münster 2015, Waxmann, S. 22-125

Gab es im Wendland und in der Lüneburger Heide eine ‚Tracht‘ im Sinne eines regionalspezifischen oder emblematischen Kleidungsstils?
Grundlage zur Beantwortung dieser Frage ist die vergleichende Auswertung von vier bedeutenden Sammlungen (Bomann-Museum Celle, Museum Lüneburg, Museum Wendlandhof Lübeln, Museumsdorf Hösseringen) zur ländlichen Kleidung der Untersuchungsregion. Die rund 3500, in einer Objektdatenbank zusammengeführten textilen Artefakte, werden vor dem Hintergrund der Sammlungs- und Kleidungsgeschichte sowie der Produktion und Konsumtion von Kleidung ausgewertet. Im Sinne einer kontextuellen Sachkulturforschung werden die Objekte darüber hinaus in Beziehung gesetzt zum vestimentären Diskurs der Untersuchungsregionen (Heimatliteratur, semi-volkskundliche Werke, Zeugnisse realen Kleidungsverhaltens) und zu den überlieferten Abbildungen ländlicher Kleidung.
Zudem wird gefragt, was ist Fund, was ist Erfindung? Welchen Bedeutungsmehrwert bringt die Transformation der Bekleidungsstücke in Museumsobjekte mit sich? Welchen Stellenwert haben hierbei die traditionellen Paradigmen der volkskundlichen Trachtenforschung, welchen die Modeentwicklung und markt- und technikabhängige Kleidungsmuster?

Die Buchbeiträge sind Ergebnisse des 2009-2012 gemeinsam mit Dr. Andrea Hauser durchgeführten Forschungsprojekts „Trachten in der Lüneburger Heide und im Wendland“

Auftraggeber
Universität Oldenburg, Institut für Materielle Kultur

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Familie Schulz aus Satemin, 1869. (Quelle: Museum Wendlandhof Lübeln, Bearbeitung: Norma Mack)
  Abb.31_1a H0457
Mütze aus der Region um Uelzen (Objekt: Museumsdorf Hösseringen, Foto: Norma Mack)